Internationaler TuG Pokal: Auch für Fernsehzuschauer ein Genuss 

von Katja Stieler

Gerätekünstlerinnen jonglieren mit Bällen, Reifen und Bändern, Akrobaten katapultieren ihre Partner zum Doppelsalto in rasante Höhen und Turnerinnen schlagen auf dem schmalen Balken Flick-Flacks als wäre nichts leichter als das. All das in Kombination durften die zahlreichen Zuschauer am Wochenende in der Turnhalle Brüderstraße aus unmittelbarer Nähe bestaunen, denn 54 Gymnastinnen, Sportakrobaten und Turnerinnen aus ganz Europa übertrafen sich beim 12. Internationalen TuG Pokal mit ihrem sportlichen Können.

Davon zeigte sich nicht nur Sportbürgermeister Heiko Rosenthal, der die Veranstaltung feierlich eröffnete, begeistert, sondern auch Ehrengäste wie Erika Zuchold oder Ute Kahlenberg-Starke, ehemalige Starturnerinnen und Weltmeisterinnen des heimischen Turnclubs. Sogar der MDR schickte sein Kamerateam in den internationalen Turnzirkus, um die hochklassige Veranstaltung journalistisch zu begleiten. So erfuhren die Zuschauer von „Sport im Osten“ am Samstagnachmittag nicht nur, was auf den sächsischen Fußballplätzen passiert, sondern gewannen darüber hinaus Einblicke in die faszinierende Welt des Turnsports.

Besonders leistungsstark präsentierte sich dabei das Leipziger Akrobatentrio Katharina Wegner, Diana Bothe und Sarah Dassow, die mit ihrer Tempo- und Kombinationsübung nicht nur die Zuschauer begeisterten, sondern vor allem das Kampfgericht überzeugten. Zwei hohe Wertungen bedeuteten Platz 2 im Endresultat und jede Menge Selbstbewusstsein für die in zwei Wochen stattfindende WM-Qualifikation in Dresden. Justice Niesar und Alex Dik aus Hoyerswerda zeigten sich in Ausführung und Technik noch einen Deut besser und gewannen verdient die Goldmedaille.

In ebenso guter Verfassung zeigte sich Turntalent Nadja Schulze, die gemeinsam mit der Hallenserin Kim Janas den Siegerpokal erkämpfte. Die Premiere des Jäger-Saltos am Barren, einem Flugelement von besonderer Schwierigkeit, gelang fabelhaft und auch am Balken konnte die deutsche Jugendmeisterin an diesem Gerät ihre Stärken brillant aufzeigen. Kim Janas begeisterte erneut mit herausstechender Eleganz sowie ihrem frechen und spritzigem Auftreten. Ihre Übungen sind von solch hohem Schwierigkeitswert, dass selbst zwei Stürze ihren Sieg in der Einzelwertung nicht verhindern konnten.

Die Leipziger Gymnastin Maja Kuzmin musste bei ihren Übungen mit dem Ball und dem Reifen leider einige Geräteverluste hinnehmen, die die Kampfrichterinnen rigoros mit Punktabzug bestraften. Mit ihrem letzten Auftritt, der Keulenübung, gelang Maja jedoch ein versöhnlicher Abschluss des Wettkampfes, den sie auf dem 3. Platz beendete. Christina Tschernitschew aus Schmiden und Aleksandra Zapekina aus Bremen erkämpften den Gold- und Silberrang.

Nach einer Vielzahl imposanter Turndarbietungen lockerten die Nachwuchstalente des TuG Leipzig mit einem bunten Showprogramm die Stimmung vor der mit Spannung erwarteten Siegerehrung. Mit jeder Menge Gast- und Preisgeschenken sowie prachtvoller Pokale im Gepäck freuten sich die Teilnehmer am Abend auf das festliche Bankett. Nicht nur am leckeren Buffet, sondern auch bei der anschließenden Disco war für jeden Geschmack etwas dabei. Die Stadtrundfahrt am Folgetag mit der historischen Straßenbahn versprach viel Spaß, Entspannung vom Wettkampf und einzigartige Ansichten von Leipzig.

Die familiäre Atmosphäre beim TuG Pokal kommt gut an - im kommenden Jahr sehen wir uns alle wieder und freuen uns erneut auf Turnkunst der Spitzenklasse.


Beitrag zum 12. internationalen TuG Pokal bei "Sport im Osten"

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