Tina auf dem Weg der Besserung

Nach ihrem schweren Sturz auf den Kopf bei den Deutschen Meisterschaften im Turnen am vorvergangenen Wochenende in Göppingen hat Tina Jentsch den ersten Schock überwunden. Während bei einer unmittelbar erfolgten Kernspintomographie glücklicherweise keinerlei Schäden im Halswirbelbereich festgestellt wurden, konnte hinsichtlich der schmerzenden Achillessehne keine Entwarnung gegeben werden. Die Ärzte in Göppingen hatten noch einen Anriss prognostiziert, eine MRT-Untersuchung ließ nun jedoch einen klaren Abriss erkennen. Auch die Wadenmuskulatur wurde dabei in Mitleidenschaft gezogen. Tina Jentsch wurde am vergangenen Freitag von Fußspezialist Doktor Jörg Hammer im Leipziger Parkkrankenhaus operiert. „Natürlich war die OP mit allerhand Schmerzen verbunden“, erinnert sich die Turnerin an die Momente nach der Narkose. „Aber Dr. Hammer hat mir in Aussicht gestellt, dass die Achillessehne, wenn sie einmal ausgeheilt ist, stabiler ist als zuvor.“ Beim Absprung zum Doppelsalto rückwärts während ihrer Bodenkür war die Achillessehne gerissen, so dass die 22-Jährige zu wenig Flughöhe hatte, um das Element auf die Beine zu stellen. „Aktuell habe ich eine Schiene am Fuß und muss mich zwölf Tage lang mit absoluter Liegepflicht begnügen“, erklärt die Sportlerin ihren eintönigen Alltag. „Allerdings kommt jeden Tag eine Physiotherapeutin und Freunde und Familie sorgen dafür, dass mir nicht langweilig wird.“ Neun Monate Sportpause stehen Tina Jentsch nun bevor, die sie vor allem zum Abschluss ihres Bachelorstudiums nutzen will. „Darüber, wie meine sportliche Zukunft aussehen wird, möchte ich mir jetzt wirklich noch nicht den Kopf zerbrechen.“ _________________________________________________________________________________